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Die Wurzeln des Tai Ji QuanAuszug aus dem Buch Ursprung und EntwicklungDer Geburtsort des Tai Ji Quan ist Chenjiaogou in Wenxian (Bezirk Wen) in der Provinz Henan in China. Die Geschichte der Familie Chen beginnt mit dem historischen Patriarchen der Familie Chen Bu in der Präfektur Zezhou (heute Jingcheng) in der Provinz Shanxi. Er lebte zur Regierungszeit des ersten Herrschers der Ming-Dynastie (1368 - 1644). Chen Bu übersiedelte später nach Hongdong (Shanxi) und ließ sich dann in der Präfektur Huaiqing (heute die Stadt Qinyang) in der Provinz Henan nieder. Es war eine Zeit des Krieges, von Verwüstung und Chaos. Mit dem Fall der früheren Yuan Dynastie (1271 - 1368) herrschte kein Gesetz und Ordnung mehr, und die Bevölkerung lebte in Armut und Furcht. Es gab ständig Aufruhr. Die Stadt Huaiqing wurde damals von acht Bezirken verwaltet, zu denen auch der Bezirk Wen gehörte. Ihre Garnison, die noch der Yuan Dynastie angehörte, leistete unter General Tien Moer harten Widerstand gegen die Angriffe der Ming Soldaten, und viele wurden getötet oder verletzt. Doch schließlich wurde sie geschlagen, weil Nachschub und Verstärkung ausblieb, und die restlichen überlebenden Yuan Soldaten zerstreuten sich. Zhu Yuanzhang, der neue Kaiser Hongwu (1368 - 1398), richtete seinen Zorn gegen die Leute von Huaiqing, da er glaubte, dass sie die letzte Garnison unterstützt hätten. Er ordnete die »Drei Säuberungen« von Huaiqing an, die zu einer Massenabschlachtung der unschuldigen Zivilbevölkerung der Präfektur führte. Es blieb ein Gebiet der Verwüstung von mehreren Tausend Quadratkilometern zurück, Tausende Dörfer ohne ein Zeichen von Leben. Es gab keine Feldfrüchte mehr, nur kniehohes Unkraut und verwesende Körper. Es wurde gesagt, wäre ein Goldstück auf der Strasse zurückgeblieben, es wäre niemand mehr dagewesen, um es aufzuheben. Nach historischen Berichten gab es damals eine Politik der Massenübersiedelung und die Anordnung, das verwüstete Land wieder urbar zu machen. Ein Emigrationsbüro wurde in der Provinz Shanxi des Bezirks Hongdong eingerichtet, und die Bevölkerung wurde gezwungen in das immer noch fast menschenleere, vom Krieg zerstörte Land zu übersiedeln, von dem eines die besagte Präfektur Huaiqing war. Unter dieses Zwangsemigraten war auch Chen Bu. Man schrieb das 7. Jahr des Hongwu (1374) als er sich in Huaiqing ansiedelte. Da der traditionelle Ausgangspunkt aller Übersiedelungen ein Baum des Gelehrten (Huaishu) war, gibt es noch heute die Rede: »Wenn du mich fragst, wo ich herkomme, so antworte ich dir: vom Großen Baum des Gelehrten in Shanxi, Hongdong.« Chen Bu war ein aufrechter und ehrenwerter, in den Kampfkünsten erfahrener Mann. Er half vielen Menschen und beschützte sie vor Gefahren. Als er in der Präfektur ankam, sah Chen Bu im südöstlichen Abschnitt der Präfektur einen Platz mit dem Gelben Fluss im Süden, den Taihang Bergen im Norden und einem weiten fruchtbaren Schwemmland, und er sagte sich, dass dies ein guter Platz sei sich niederzulassen. Mit harter Arbeit und Unternehmungsgeist entstand allmählich ein Dorf. Da Chen Bu als der Anführer der Emigranten anerkannt war, wurde beschlossen, dem Dorf den Namen Chen Bu Zhuang (Chen Bu’s Dorf) zu geben. Obwohl Chen Bu später wegzog, trägt das Dorf noch immer seinen Namen, und ist heute Teil des Bezirks Wen anstelle von Qinyang. Eine Steinwalze, die Chen Bu benutzt haben soll, findet man heute als steinernen Deckel eines Brunnens, der im Nordostteil des Dorfes liegt. Ältere Einheimische erinnern sich noch an Geschichten von Chen Bu und seiner Familie. Da Chen Bu Zhuang auf niedriger Höhe liegt und deshalb immer wieder überflutet wurde, beschloss Chen Bu an einen höhergelegenen Ort zu übersiedeln; er fand ihn 10 Li (≈ 0,5 km) östlich gelegen und nannte ihn Qing Feng Lin (Grat des Grünen Windes). Er begutachtete das Land und fand er es geeignet. Der Platz wurde nach dem dortigen Tempel Chang Yang Dorf genannt. Doch man warnte Chen Bu davor, dass die Gegend häufig von Banditen heimgesucht würde, die von den nahegelegenen Bergen herunterkämen, um zu rauben und zu plündern. Die lokalen Behörden hatten nie etwas unternommen, um sie zu hindern. Nachdem sich Chen Bu niedergelassen hatte, beschloss er das Dorf von dieser Bedrohung zu befreien. Er sammelte die Familienmitglieder sowie die starken und jüngeren Leute des Dorfes um sich und griff die Banditen in ihrer Höhle an. Die Banditen waren kein wirklicher Gegner für die hervorragend trainierten Leute der Chen Familie, und so wurde die Region befriedet. Chen Bu’s Ansehen wuchs. Er gründete eine Schule für Kampfkünste, um seine Erfahrung weiterzugeben. Das Praktizieren der Kampfkünste wurde innerhalb des Chen Klans von Generation zu Generation weitergegeben. Die Anzahl der Familienmitglieder wuchs, bis schließlich die Mehrheit der Dorfbewohner den Namen Chen trug. Die Gebiete zu beiden Seiten des Gelben Flusses wurden regelmäßig überflutet. Es wurden etliche Versuche unternommen, das Flussbett tiefer zu machen. Parallel zum Fluss angelegte Entwässerungsgräben sollten helfen mit den Überschwemmungen fertig zu werden. Alle diese Ereignisse wurden mit der Chen Familie in Verbindung gebracht. Chen Bu’s Familienname gab dem Dorf Chang Yang seinen heutigen Namen Chenjiagou, was Graben der Chen Familie bedeutet. Der Name Gou (Entwässerungsgraben) wurde zu Chen Jia (Chen Familie) hinzugefügt. Es Ist anerkannt, dass Kampfkünste im Dorf praktiziert wurden bereits vor der Zeit von Chen Wanting, der Tai Ji Quan entwickelte. Es wird angenommen, dass damals externe Kampfkünste praktiziert wurden. Die Lage des Dorfes nahe dem Shaolin Tempel gibt der Theorie Recht, dass es sich um eine Art Shaolin Boxen handelte. Die Familie Chen war über mehrere Generationen hinweg berühmt für ihr Paocui Boxen (Kanonenfaust) und bekannt als die »Paocui Chen Familie« (Paocui Chen Jia). Es gab keine geschichtlichen Aufzeichnungen bis zur 7. Generation, wo sich dann zeigte, dass Chen Bu vier Enkel gehabt haben muss. 1711 errichtete Chen Geng in der 10. Generation ein Denkmal für Chen Bu, und es wurde ein kurzer schriftlicher Bericht verfasst über das Leben der herausragenden Vorfahren der Familie. Genauere Überlieferungen von Menschen, Ereignissen und den Kampfkünsten gab es erst mit der 9. Generation, mit Chen Wangting, dem Begründer des Tai Ji Quan. Die Analen des Wen Bezirkes und Die Genealogie der Familie Chen belegen, dass Chen Wangting gegen Ende der Ming Dynastie (1368 1644) bereits berühmt war für seine kriegerische Tüchtigkeit: »Einst hat er mehr als 1000 Banditen geschlagen; er war ein geborener Krieger, was bewiesen werden kann durch sein Schwert, das er im Kampfe führte.« Chen Wangting (1600 - 1690), auch bekannt als Zouting, war ein wahrer Vertreter der Kampfkünste und zugleich ein Gelehrter, er übte seine Kampfesfertigkeit bei Tag und studierte alle Aspekte der en Literatur bei Nacht. Sein Vater Chen Fumin war ein Zhengshilang (eine hochgebildete Persönlichkeit, die eine offizielle Stellung durch kaiserlichen Erlass bekleidet). In den Gebieten von Henan und Shandong war Chen Wangting bekannt dafür, viele Banditen und Räuber besiegt zu haben in seiner Funktion als Eskorte für Handelskarawanen. Laut den Annalen der Präfektur Huiqing, den Annalen des Bezirkes Wen und den Annalen des Bezirkes Anping von 1641, vor dem Fall der Ming Dynastie, war Chen Wangting ein Offizier und Befehlshaber der Garnisonsstreitkräfte des Bezirkes Wen. Mit dem Fall der Ming Dynastie drei Jahre später wurde sein Weiterkommen zerstört durch den Wechsel des Herrschers, und so zog er sich nach Chenjiagou zurück, um dort in Ruhe zu leben. In der zweiten Hälfte eines Gedichtes, das Chen Wangting gegen Ende seines Lebens schrieb, schaut er auf diese Zeit zurück: In Erinnerung an vergangene Tage seufze ich, als ich noch stark war und schneidig, Aber wenn mich die Trägheit packt, übe ich mich in den Kampfkünsten. Es war in dieser Zeit, etwa zwanzig Jahre nach dem Fall der Ming Dynastie, zu Beginn der Qing Dynastie (1654 - 1911), als Chen Wangting eine einzigartige Form der Kampfkunst entwickelte, indem er verschiedene Disziplinen verband und die Essenz vieler Kampftechniken jener Zeit übernahm. Sie wurde »Die Erste Methode« (Yi Lu) genannt. Die Konzepte, die Die Erste Methode in sich vereinigt, beinhalten folgendes: Die Theorie von Yin und Yang Die Techniken von Dao Yin und Tu Na wird fortgesetzt |
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Tai Ji Quan Chen Stil
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