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Wu Ji Wu [wu] ohne, nicht, leer Ji [dschi] höchster Punkt, höchster Grad, Gipfel, Vollendung Das Schriftzeichen Wu zeigt einen Menschen, mit seinen beiden Beinen mühsam Halt suchend, in seinem Streben eine höhere Ebene, den Himmel, Yi die Eins, das Göttliche zu erreichen, ohne dass ihm das gelingt. Das einfachste Symbol für Wu Ji ist ein Punkt, für Yin und Yang ein senkrechter Strich. Mit der Entwicklung des Punktes zu einer Linie, die ja noch immer in sich eins ist, entsteht die Zweiheit, entsteht Anfang und Ende, oben und unten, links und rechts, vorne und hinten. Der Strich, der somit Einheit und Zweiheit in sich trägt, ist das Ursymbol der Polarität. |
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![]() Kalligraphie von Ngakpa Chögyam |
Das erweiterte Symbol für Wu Ji ist der Kreis, also eine Linie ohne Anfang und ohne Ende. Die Form des Kreises beinhaltet zwar bereits eine zyklische Bewegung, aber diese kann sich in dieser Gestalt nicht wirklich manifestieren. Die weiße Fläche, die der Kreis umschließt, ist leer und trägt somit bereits den Keim in sich, diese Leere mit Inhalt und Bedeutung zu füllen. Im Tai Ji Quan wird Wu Ji auch als Bezeichnung der Anfangs- und Endposition zu Beginn der Form verwendet. Das Stehen mit geschlossenen Füßen in entspannter Haltung symbolisiert sozusagen den eigenschaftslosen Urzustand der Einheit. Mit dem Schritt des linken Fußes zur Seite entsteht aus Wu Ji die Zweiheit Yin und Yang, aus der Gestaltlosigkeit manifestieren sich Zeit und Raum im Wechselspiel der Polaritäten. Am Ende der Form kehrt man mit dem Schließen der Füße wieder symbolisch in die ursprüngliche Formlosigkeit zurück. Häufig wird auch diese zweite Position, also die Kleine Reiterhaltung, als Wu Ji Stand oder Wu Ji Position bezeichnet. Bei dieser Betrachtung wird diese Position als die ruhende Anfangsposition angesehen, aus der heraus sich dann mit dem Beginn der Form Yin und Yang durch die Bewegung manifestieren. |
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![]() ![]() Tai Ji Quan Chen Stil |
Tai Ji · Tai Ji Quan · Chen Stil
Aus Wu Ji, der Einheit, dem Absolutem manifestiert sich die Zweiheit Das Yi Jing [ I Ging ] sagt: aus Wu Ji dem göttlichen, eigenschaftslosen Urzustand, Tai Ji Quan bezeichnet eine Kampf- und Bewegungskunst, die auf den Prinzipien des Tai Ji beruht und diese körperlich umsetzt. (Häufig wird Tai Ji Quan im westlichen Umgangssprachgebrauch auf Tai Ji reduziert!) |
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![]() Stempelschrift Tai |
Tai [tai] höchst, ältest; ursprünglich, ur-; absolut
Das Schriftzeichen zeigt einen Menschen von vorn und unterstrichen, mit anderen Worten einen Menschen der breitbeinig und fest verwurzelt auf der Erde steht. |
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![]() Stempelschrift Ji |
Ji [dschi] Extrem, höchster Punkt, höchster Grad, Gipfelpunkt, Vollendung Links im Schriftzeichen ist ein Baum dargestellt mit kräftigen Wurzeln und etwas kleineren Ästen oben, also eher ein Keimling als ein ausgewachsener Baum: Rechts im Zeichen, dem Baum zugewand, ist ein Mensch von der Seite zu sehen, ein Bauer bei der Arbeit. Er wird gezeigt zwischen zwei horizontalen Strichen - zwischen Himmel und Erde. Der Mensch ist also die Mitte, die Verbindung zwischen Himmel und Erde, mit dem Kopf trägt er den Himmel, mit den Füßen wurzelt er in der Erde. Vor dem Menschen ist ein Mund dargestellt: Hinter dem Menschen ist eine rechte Hand dargestellt: Das Schriftzeichen Ji in seiner Gesamtheit symbolisiert also Wachstum und somit das Streben nach oben, das Streben nach Höherem. Es zeigt einen arbeitenden Menschen, der auf der einen Seite Nahrung zu sich nimmt und in Energie umwandelt Yang, auf der anderen Seite die zugeführte Energie in Form von Arbeit verbraucht Yin. |
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![]() Stempelschrift Quan |
Quan [tschuen] Faust; Boxen, Faustkampf Das Schriftzeichen Quan setzt sich aus vier Schriftzeichen zusammen: Ganz oben im Zeichen ist ein Kreuz mit vier kleinen diagonalen Strichen zu sehen. Das Kreuz symbolisiert einen Vorratsschrank, die vier diagonale Striche Reiskörner. Das Zeichen zeigt also Reis, der im Schrank aufbewahrt wird. Darunter sind zwei Hände zu sehen, die Schutz und Abwehr darstellen vor dem Zugriff der dritten Hand ganz unten im Zeichen. Das Zeichen Quan in seiner Gesamtheit zeigt also die Verteidigung des Reisvorrates, also dem wichtigsten Lebens-Mittel der chinesischen Kultur, vor räuberischem Zugriff. Das Symbol dafür ist die Faust. |
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![]() Stempelschrift Chen |
Chen [tschen] ausstellen; darlegen Links im Zeichen ist eine Mauer dargestellt. Sie symbolisiert eine gemauerte Einfriedung, also Schutz vor Angriffen und in diesem Sinne auch Wehrhaftigkeit. Die Mauer bedeutet zum einen Abgrenzung nach außen, zum anderen Abgeschlossenheit nach innen. Rechts im Zeichen ist ein Baum, eine Pflanze, ein Keimling dargestellt, also das Ursymbol für Geburt und Wachstum, für Fruchtbarkeit und für das Werden. Links und rechts vom Stamm des Baumes bzw. vom Stängel des Keimlings sind zwei Hände zu sehen, die das Pflänzchen schützend und hegend umfassen und vielleicht gerade dabei sind, es einzupflanzen. Das Schriftzeichen Chen in seiner Gesamtheit symbolisiert also: Hegen und Pflegen, oder mit anderen Worten Hingabe, was heißt: Ein geschützter Rahmen erzeugt Wachstum und Fruchtbarkeit. |
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![]() Stempelschrift Yin ![]() Stempelschrift Yang |
Yin und YangYin Mond, Schatten, Rückseite; bewölkt, absteigend; negativer Pol Die eigentliche, ursprüngliche Bedeutung von Yin und Yang ist: Yin die im Schatten liegende Seite einer Mauer In beiden Schriftzeichen ist auf der linken Seite eine Mauer dargestellt, und zwar eine Mauer, die aus behauenen Steinen aufgeschichtet ist, also ein Konstrukt des Menschen als Sinnbild des Dao. Diese Mauer, in sich selbst unbewegt, kann sich in zwei gegensätzlichen Aspekten manifestieren, die durch die Darstellungen auf der rechten Seite der Schriftzeichen definiert werden. Im Schriftzeichen Yin ist auf der rechten Seite oben ein Dachstuhl zu sehen, der den bedeckten Himmel symbolisiert, darunter eine quasi durchgestrichene Sonne, also eine bedeckte, nicht scheinende Sonne. Im Schriftzeichen Yang ist auf der rechten Seite die Sonne dargestellt, die mit kräftigen Strahlen auf die Mauer scheint. Betrachtet man nun die ursprüngliche Bildbedeutung von Yin und von Yang im Zusammenhang, offenbart sich ein dritter, ganz entscheidender Aspekt: Die Bedingtheit der beiden Pole Yin und Yang, d.h. das eine kann ohne das andere nicht existieren. Sonne lässt zwangsläufig Schatten entstehen, und umgekehrt gibt es keinen Schatten ohne Sonne. Und zwangsläufig ist diese Bedingtheit gebunden an eine zyklische Bewegung: Am Morgen geht die Sonne im Osten auf, die Ostseite einer Mauer, eines Hauses, eines Berges etc. liegt in der Sonne, ist Yang, die Westseite liegt im Schatten, ist Yin. Es ist im Zyklus von Werden und Vergehen die Phase des zunehmenden Yang. Am Mittag, wenn die Sonne im Zenit steht, ist die Phase des höchsten Yang. Am Abend hat sich die Ausgangssituation umgekehrt: Jetzt ist die ehemalige Sonnenseite im Schatten, aus Yang ist Yin geworden, die ursprüngliche Schattenseite liegt jetzt in der Sonne, aus Yin ist Yang geworden. Es ist die Phase des zunehmenden Yin. Und um Mitternacht ist folglich die Phase des höchsten Yin. |
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![]() Modell der DNA-Doppelhelix |
Yin und Yang beschreibt Tai Ji, das Urprinzip des Lebens, das alle Erscheinungsformen unserer phänomenalen Welt umfasst. Leben, Materie, Energie, Zeit und auch der Geist ist an Polarität gebunden. Und Polarität ist immer und zwangsläufig mit zyklischer Bewegung verbunden, im Kleinen wie im Großen, im Atom genauso wie in der Galaxis, im Ablauf eines Tages, eines Monats, eines Jahres genauso wie im Ablauf eines Lebens.
So lassen sich zum Beispiel alle Funktionen des Körpers grundlegend mit Yin und Yang erfassen, wie es die Traditionelle Chinesische Medizin tut. Umgekehrt bauen auch alle Funktionen in ihrer zum Teil unglaublichen Komplexität grundlegend auf Yin und Yang auf. Als Beispiel dafür sei hier der genetischen Code des Menschen genannt, gespeichert in der DNA durch paarweise angeordnete chemische Bausteine [den 2 Basenpaaren Adenin mit Thymin und Guanin mit Cytosin]. Deren 2 hoch 6 = 64 Basiskombinationen sind bereits vor mehreren tausend Jahren im chinesischen Buch der Weisheit, dem Yi Jing [ I Ging ] beschrieben worden. Diese 2 x 2 x 2 x 2 x 2 x 2 = 64 Möglichkeiten sind sozusagen die 64 Buchstaben des Alphabet unseres genetischen Codes. |
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![]() Tai Ji Tu Tai Ji Diagramm |
Tai Ji DiagrammeDie chinesischen Philosophen haben in ihrem Streben, die Aspekte von Yin und Yang zu erfassen und in einem Symbol zu komprimieren, zahlreiche Tai Ji Diagramme geschaffen. Das bekannteste und klassische Tai Ji Diagramm stammt aus Indien und ist wahrscheinlich mit dem Buddhismus zusammen nach China gelangt und adaptiert worden. Es zeigt zwei in sich verbundene Wellen in einem Kreis. Seine Darstellung assoziiert eine Rotationsbewegung im Uhrzeigersinn. Die weiße Seite repräsentiert das junge, zunehmende Yang, die schwarze Seite das junge, zunehmende Yin, aufs Tai Ji Quan bezogen das Ausdehnen [ Peng ] und das Aufnehmen [ Lu ]. Innerhalb der beiden Seiten ist ein kleiner Kreis in der Gegenfarbe, was zeigen soll, dass Yin und Yang aus ihrem jeweiligen Gegenteil entstehen. Sie repräsentieren den Keim des jeweils anderen Pols, das heißt im höchsten Yang entsteht bereits das Yin, im höchsten Yin ist bereits das Yang enthalten - jedes Extrem verkehrt sich zwangsläufig in sein Gegenteil. Aufs Tai Ji Quan bezogen sind das die Umkehrpunkte einer expandierenden bzw. einer kontrahierenden Bewegung. Dieses klassische Tai Ji Symbol vereint die Aspekte Polarität, ihre gegenseitige Bedingtheit, die zyklische Bewegung und sehr anschaulich das Gleichgewicht der Kräfte. |
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![]() Tai Ji Diagramm von Lai Zhi De |
Im Chen Tai Ji Quan wird gerne das Tai Ji Diagramm benutzt, das der Philosoph Lai Zhi De mit dem Ehrennamen Lai Qu Tang (1525 - 1604) entwickelt hat.
In diesem Symbol ist der Aspekt der Rotation noch deutlicher als im klassischen Diagramm. Es zeigt das Entstehen des Tai Ji aus Wu Ji, dem leeren Kreis in der Mitte. Aus Wu, dem Nichts, dem ruhenden Zentrum entsteht aus einer spiralförmig nach außen gerichtete Bewegung Yin und Yang, der Prozess des Werdens, und dorthin kehrt es auch wieder zurück im Prozess des Vergehens. Interessant in diesem Zusammenhang: Dreht man dieses Tai Ji Diagramm im Gegenuhrzeigersinn, wird eine Spiralbewegung vom Zentrum nach außen assoziiert, dreht man es dagegen im Uhrzeigersinn, entsteht eine Bewegung nach innen, zum Zentrum hin. Bei der Betrachtung von Lai's Diagramm spürt man förmlich die Gegenkräfte von Zentrifugal- und Zentripedalkraft. Die spiralförmige Rotationsbewegungen, die ihren Ursprung in der in sich selbst ruhenden Kraft der Mitte hat, ist auch das wesentliche Merkmal des Chen Tai Ji Quan. |
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![]() Tai Ji Diagramm von Zhou Dun Yi |
Ein weiteres berühmtes Tai Ji Diagramm stammt vom neokonfuzianischen Philosophen Zhou Dun Yi mit dem Ehrennamen Zhou Lian Xi (1017-1073). In seinem Hauptwerk Tai Ji Tu Shuo - Theorie des Tai Ji Diagramms
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![]() Tai Yi die absolute Eins |
Aus der 1 Tai Yi [tai (j)i] das absolute Eine = Wu Ji = der kleine Kreis im Zentrum des Diagramms von Zhou Lian Xi |
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![]() Er Chong Xing Polarität |
entsteht die 2 Er Chong Xing die Polarität = Yin und Yang = Tai Ji = die dunklen und hellen Halbkreise im Diagramm von Zhou Lian Xi Er [ar] 2 |
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Aus 1[Yin] + 1[Yang] + 1[ihr Bezug zueinander] entsteht die 3 Shen · Yi · Jing Geist · Energie · Materie |
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![]() Shen - Geist |
Shen [schen] [Yang] das Göttliche, die Seele, der Geist des Menschen, kosmologisch: der Himmel |
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![]() Yi - Energie |
Yi [(j)i] [ihr Bezug zueinander] voneinander abhängig sein bezeichnet den Energieaspekt: Qi, kosmologisch: der Mensch in der Mitte |
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![]() Jing - Materie |
Jing [dsching] [Yin] Essenz, Sperma, Samen charakterisiert den Aspekt: Materie, kosmologisch: die Erde |
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Jing ist die Grundlage Yi die treibende Kraft Shen ist der Anführer Su Wen Aus der 3 bildet sich die |
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![]() Wu Xing 5 Elemente |
Wu [wu] 5 |
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![]() Mu - Holz |
Mu [mu] Holz, bedeutet im Tai Ji Quan: das Zermalmen das Qi, die Bewegung, die Kraftentfaltung expandiert und kontrahiert anschließend, z.B.: Buddha's Wächter stößt in den Mörser |
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![]() Huo - Feuer |
Huo [huo] Feuer, im Tai Ji Quan: das Hämmern oder Feuern die Fäuste, das Qi ] explodieren wie ein Feuerwerkskörper, z.B.: Der Kanonen-Fauststoß |
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![]() Tu - Erde |
Tu [tu] Erde, im Tai Ji Quan: das Gleiten oder das Kreuzen die Arme kreuzen sich, die Bewegung ist sanft und gleitend. Die eingesetzte Kraft, das Qi ist weich und nachgiebig, z.B.: Drei Schritte vorwärts |
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![]() Jin - Metall |
Jin [dschin] Metall, im Tai Ji Quan: das Spalten oder Schneiden das Qi, die Bewegung der Arme ist wie ein Axthieb, von oben nach unten gerichtet, z.B.: Die Jadefrau wirft das Weberschiffchen |
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![]() Wan Wu die 10 000 Dinge |
Und 5 Wu Xing bringt alle Erscheinungen dieser Welt hervor: Wan [wan] 10 000; sehr viel, zahllos; alle |
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![]() Liang Yi die zwei Zustände |
Die 1 Tai Yi das absolute Eine erzeugt aber auch die 2 Liang Yi die zwei Zustände die beiden Seiten einer Erscheinung, die wechselseitige Bedingtheit; Polarität Liang [lieng] zwei; die beiden Seiten (einer Sache); zwei Teile |
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Liang Yi die zwei Zustände |
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Yin |
Yin dargestellt durch eine unterbrochene horizontale Linie und |
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Yang |
Yang symbolisiert durch eine durchgehende Linie |
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![]() Si Xiang die vier Erscheinungsformen |
Die 2 Liang Yi die zwei Zustände beinhaltet auch die Si [si] 4 diese sind Si Fang die vier Himmelsrichtungen |
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Shao Yang |
Shao Yang junges Yang · Yang im Yin aufsteigende Sonne; Morgen, Vormittag; Frühling; Osten, im Tai Ji Quan: Bewegung nach links; expandierende Bewegung |
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Tai Yang |
Tai Yang höchstes Yang · Yang im Yang Sonne im Zenit; Mittag; Sommer; Süden, im Tai Ji Quan: Bewegung nach vorn, Angriff; Bewegungsumkehr nach einer expandierenden Bewegung |
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Shao Yin |
Shao Yin junges Yin · Yin im Yang sinkende Sonne; Nachmittag, Abend; Herbst; Westen, im Tai Ji Quan: Bewegung nach rechts; kontrahierende Bewegung |
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Tai Yin |
Tai Yin höchstes Yin · Yin im Yin Dunkelheit; Nacht, Mitterenacht; Winter; Norden, im Tai Ji Quan: Bewegung nach hinten, Abwehr; Bewegungsumkehr nach einer kontrahierenden Bewegung |
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![]() Ba Gua die acht Trigramme |
Die 4 Si Xiang - die vier Erscheinungsformen 8 Ba Gua die acht Trigramme Ba [ba] 8 |
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![]() Qian |
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![]() Kun |
Kun das Empfangende die Erde |
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![]() Zhen |
Zhen das Erregende der Donner |
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![]() Kan |
Kan das Abgründige das Wasser |
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![]() Gen |
Gen das Stillehalten der Berg |
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![]() Xun |
Xun das Sanfte der Wind |
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![]() Li |
Li das Haftende das Feuer |
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![]() Dui |
Dui das Heitere der See |
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![]() Zhou Dun Yi |
Zhou Dun Yi schreibt in seiner berühmten Abhandlung »Die Durchdringung des Buches der Wandlungen«, dem Yi Jing [ I Ging ]: Wu Ji und doch Tai Ji! Die Wandlung und die Verbindung von Yin und Yang Die Realität der 1 und die Essenz der 2 und der 5 |
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Yin und Yang als Polaritäten Meistens werden Yin und Yang in einer Liste gegenübergestellt: negativ positiv, weiblich männlich, unten oben, materiell ideell, kalt warm, Frau Mann, Erde Himmel, Schatten Licht, Mangel Überschuß, usw. Diese Form der Gegenüberstellung assoziiert ein Bild, das alle positiven Eigenschaften dem Männlichen zuordnen, alle negativen dem Weiblichen. Yin und Yang werden als Dualität dargestellt, also als Gegensätze. Yin und Yang bezeichnen aber Polaritäten, das heißt die zwei Seiten einer Sache. Der Aspekt der zyklischen Bewegung fällt bei einer solchen Betrachtunsweise ganz unter den Tisch. Wichtig zu beachten: Yin und Yang bezeichnet immer Polaritäten, also die beiden Seiten einer Sache bzw. eines Phänomens. Yin und Yang beschreibt keine Dualitäten, also Gegensätzlichkeiten! Dazu vom Philosophen Lai Zhi De: Lai Zhi De zeigt seinem Schüler einen Stock: Ganz grundlegend symolisieren Yin und Yang Erde und Himmel, Im Chinesischen wird unterschieden zwischen Erde und Himmel im materiellen, physischen Sinne, und Erde und Himmel im übertragenen Sinn: Di die physische Erde; Kun das Urprinzip Erde, das Empfangende, Yin |
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Yin und Yang Kun das Empfangende, die Erde; Qian das Schöpferische, der Himmel; bedingen einander wie Licht (Yang) und Schatten (Yin). bezeichnet Werden (Yang) und Vergehen (Yin) sind ständig im Wandel: Im Laufe eines Tages ändern sich Sonnen- und Schattenseite eines Berges. Wenn das Yin am größten ist, beginnt das Yang zu wachsen und umgekehrt. Um Mitternacht beginnt der neue Tag, am Mittag beginnt der Tag auf die Nacht zuzugehen. gehen ineinander über wie Nacht und Tag, Ebbe und Flut, wie Wasser und Dampf. Das Wasser ist Yin: die Sonnenwärme, das Yang, lässt Wasser verdampfen, aufsteigen und zur Wolke werden ein typischer Yang-Vorgang. Der Dampf wird wieder zu Yin, indem es als Regen auf die Erde niederfällt die Yin-Wandlung. bedingen einander als Substanz (Yin) und Funktion (Yang). Die Funktion eines Gegenstandes, eines Körperteils, eines Organs, erfordert ein bestimmtes Material, eine (äußere) Form, eine (innere) Struktur. Umgekehrt ermöglicht Material, Form und Struktur die ihm innewohnende Funktion. kontrollieren einander wie Wasser und Feuer. bedingen einander wie die zwei Seiten einer Münze: das Unten kann nicht ohne das Oben existieren bzw. umgekehrt. sind zyklisch, in permanentem Wandel, erneuern sich ständig aus sich selbst heraus. Yin erneuert sich im Yang und umgekehrt, erst das Zusammenwirken von Mann und Frau gebiert neues Leben. sind immer relativ: der Himmel ist Yang, die Erde Yin, die Erdoberfläche aber ist Yang in Bezug zum Erdinneren, der Himmel Yin in Bezug zum Kosmos. beschreibt das grundlegende Prinzip unserer phänomenalen Welt und ist somit auch Basis aller naturwissenschaftlichen Gesetze und Erkenntnisse. Die Polaritäten Yin und Yang zeigen sich im Mikrokosmos, also in den Grundbausteinen Materie und Energie, genauso wie im Makrokosmos, dem Universums. |